Klimakommunikation Basiskurs
01. Workshopinhalt
Die Klimakrise stellt nicht nur eine naturwissenschaftliche, sondern vor allem eine kommunikative Herausforderung dar. Wie über Ursachen, Auswirkungen und Lösungsstrategien der Erderhitzung gesprochen wird, prägt, ob ein Wandel in Richtung Nachhaltigkeit gelingt. Klimakommunikation zielt deshalb nicht allein auf Information, sondern auf Handlungsbereitschaft, Selbstwirksamkeit und soziale Orientierung.
Der Workshop bietet einen kompakten, praxisnahen Rahmen, um diese Ziele zu erreichen: zentrale psychologische Grundlagen werden verständlich gemacht, in konkrete Kommunikationsschritte übersetzt und bis zur ersten eigenen Umsetzung geführt – von Zielbild und Zielgruppenverständnis bis zur Gestaltung wirksamer Inhalte. Am Ende stehen direkt anwendbare Ansätze für laufende Projekte.
Ziele des Workshops
- Psychologische Grundlagen klimabezogenen Handelns verstehen und auf die eigene Praxis übertragen
- Handlungsnahes Wissen zu Aufbau von Klimakommunikation, Zielgruppenanalyse und Inhalten aufbauen
- Eigene Fragestellungen bearbeiten und das Gelernte unmittelbar reflektieren
Was erwartet Teilnehmende
- Umweltpsychologie kompakt: Warum Wissen allein nicht reicht
- Planung von Umweltkommunikation: Ablauf und Zielsetzung
- Zielgruppenanalyse: Werte, Motive, Barrieren
- Reflexion zum Umgang mit Emotionen
- Richtlinien für die Gestaltung von Inhalten in der Klimakommunikation
- Praxisnahe Werkzeuge im Storytelling
Für wen eignet sich dieser Workshop?
Dieser Workshop richtet sich an Personen, die sich im Bereich Umweltschutz, Biodiversität und Klimaschutzmassnahmen engagieren.
02. Daten zur Durchführung
Kosten: CHF 460.- (15% Frühbucherrabatt bis 31. Januar 2026)
Die Durchführung erfolgt ab 6 Personen (max. 12 Teilnehmende).
02. Inhalte
Workshops und Beratungen werden auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Die folgenden Themen sind zentrale Bausteine und können je nach Ziel kombiniert werden.
Psychologie der Klimakrise
Klimathemen werden durch kognitive Verzerrungen und Abwehrmechanismen gefiltert. Psychologische Faktoren, wie psychologische Distanz und Bestätigungsfehler stellen eine Barriere dar. Im Fokus steht, wie solche Mechanismen erkannt und kommunikativ adressiert werden.
Ergebnis
- Typische Denk- und Abwehrmuster identifizieren und einordnen
- Massnahmen zur Überbrücken der Wissens-Verhaltens-Lücke
Zielgruppenanalyse: Werte, Einstellungen und soziale Milieus
Wirksame Kommunikation beginnt mit einem präzisen Bild der Zielgruppe. Analysiert werden psychologische Merkmale der Zielgruppen. Auf der Basis einer Zielgruppenanalyse werden Personas erstellt.
Ergebnis
- Vertieftes Zielgruppenverständnis mit Bedürfnissen, Barrieren und Co-Benefits
- Konkrete Ansatzpunkte für die Kommunikation
Nachhaltiges Handeln fördern
Wissen allein genügt nicht. Entscheidend sind Gewohnheiten, soziale Normen und weitere psychologische Faktoren. Es wird das Vorgehen auf Basis von Behaviour-Change-Ansätzen besprochen.
Ergebnis
- Barrieren und Co-Benefits je Zielgruppe identifizieren
- Erste Schritte in der Gestaltung von Massnahmen
Narrative und Storytelling: Geschichten, die wirken
Narrative geben Sinn und Orientierung. Entwickelt werden Geschichten, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann und ins handeln kommt.
Ergebnis
- Überblick über verschiedene Narrative
- Identifikation von passenden Narrativen für die eigene Kommunikation
- Pragmatische Anleitung für Storytelling
Framing
Frames sind Deutungsrahmen, welche Aufmerksamkeit und Bewertung von Fakten steuern. Im Fokus stehen die wichtigsten Frames sowie ein gezielter Umgang mit Frames, die Klimaschutzmassnahmen behindern.
Ergebnis
- Passende Frames entwickeln und testen
- Sprache konsistent auf Ziel und Zielgruppe ausrichten
- Missverständliche oder kontraproduktive Frames vermeiden
Emotionen in der Klimakommunikation: Nutzen und Risiken
Gefühle wie Sorge, Hoffnung, Stolz oder Wut beeinflussen Motivation. Behandelt werden typische Gefühlslagen, der Umgang mit Überforderung sowie die Verknüpfung von Emotionen mit konkreten Schritten.
Ergebnis
- Emotionen erkennen und verantwortungsvoll ansprechen
- Selbstwirksamkeit stärken statt Alarmismus erzeugen
- Reflektierter Umgang mit Emotionen in der Kommunikation
Desinformation
Falschinformationen und manipulative Argumentationsmuster bremsen Klimaschutz. Gezeigt werden Entstehung, typische Tricks und wirksame Gegenmassnahmen.
Ergebnis
- Desinformation schnell erkennen und einordnen
- Korrekturen präzise, verständlich und respektvoll formulieren
- Vertrauensquellen und Faktenchecks systematisch nutzen
Visuelle Kommunikation
Bilder prägen Wahrnehmung schneller als Worte. Im Mittelpunkt stehen Kriterien für wirksame Visuals, die Nähe schaffen, Relevanz erhöhen und Handlungsspielräume sichtbar machen.
Ergebnis
- Bildsprache definieren, die Botschaften stützt
- Do’s & Don’ts für Fotos und Infografiken kennen
- Visuelle Inhalte geplant und konsistent einsetzen





