Klimagespräche
01. Workshopinhalt
Klimagespräche gehören heute zum Alltag: im privaten Umfeld, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum. Gleichzeitig erleben viele Menschen diese Gespräche als anstrengend, emotional aufgeladen oder frustrierend. Unterschiedliche Werte, Unsicherheiten, Überforderung oder Falschinformationen können dazu führen, dass Gespräche schief gehen.
Dieser Workshop bietet einen geschützten Rahmen, um Klimagespräche besser zu verstehen und gezielt zu gestalten. Im Fokus stehen psychologische Mechanismen, die unsere Wahrnehmung der Klimakrise beeinflussen, sowie konkrete Methoden, um respektvoll, konstruktiv und wirkungsvoll über Klimathemen zu sprechen.
Der Workshop verbindet wissenschaftlich fundierte Inputs aus der Umweltpsychologie mit praxisnahen Übungen und alltagstauglichen Tools. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit Klimagesprächen zu gewinnen und den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.
Ziele des Workshops
- Verstehen, warum Gespräche zur Klimakrise für manche Menschen schwierig sind
- Eigene Kommunikationsmuster reflektieren und weiterentwickeln
- Alltagsnahe Strategien für den konstruktiven Umgang mit Falschinformationen entwickeln
Was erwartet Teilnehmende
- Einblicke in psychologische Mechanismen, die die Wahrnehmung der Klimakrise beeinflussen
- Konkrete Methoden für respektvolle, dialogorientierte und konstruktive Gespräche
- Praktische Tools für den Umgang mit Falschinformationen, Unsicherheiten und Widerstand
- Raum für Reflexion eigener Erfahrungen und Austausch in der Gruppe
Für wen eignet sich dieser Workshop?
Der Workshop richtet sich an Menschen, die im Alltag, im beruflichen Kontext oder im Engagement für Nachhaltigkeit über Klimathemen sprechen und diese Gespräche bewusster, gelassener und wirkungsvoller führen möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
02. Daten zur Durchführung
Datum: 25. März 2026
Dauer: 18:30 – 21:oo
Ort: Online
Kosten: CHF 45.- (15% Frühbucherrabatt bis 31. Januar 2026)
Die Durchführung erfolgt ab 10 Personen.
02. Inhalte
Workshops und Beratungen werden auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Die folgenden Themen sind zentrale Bausteine und können je nach Ziel kombiniert werden.
Psychologie der Klimakrise
Klimathemen werden durch kognitive Verzerrungen und Abwehrmechanismen gefiltert. Psychologische Faktoren, wie psychologische Distanz und Bestätigungsfehler stellen eine Barriere dar. Im Fokus steht, wie solche Mechanismen erkannt und kommunikativ adressiert werden.
Ergebnis
- Typische Denk- und Abwehrmuster identifizieren und einordnen
- Massnahmen zur Überbrücken der Wissens-Verhaltens-Lücke
Zielgruppenanalyse: Werte, Einstellungen und soziale Milieus
Wirksame Kommunikation beginnt mit einem präzisen Bild der Zielgruppe. Analysiert werden psychologische Merkmale der Zielgruppen. Auf der Basis einer Zielgruppenanalyse werden Personas erstellt.
Ergebnis
- Vertieftes Zielgruppenverständnis mit Bedürfnissen, Barrieren und Co-Benefits
- Konkrete Ansatzpunkte für die Kommunikation
Nachhaltiges Handeln fördern
Wissen allein genügt nicht. Entscheidend sind Gewohnheiten, soziale Normen und weitere psychologische Faktoren. Es wird das Vorgehen auf Basis von Behaviour-Change-Ansätzen besprochen.
Ergebnis
- Barrieren und Co-Benefits je Zielgruppe identifizieren
- Erste Schritte in der Gestaltung von Massnahmen
Narrative und Storytelling: Geschichten, die wirken
Narrative geben Sinn und Orientierung. Entwickelt werden Geschichten, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann und ins handeln kommt.
Ergebnis
- Überblick über verschiedene Narrative
- Identifikation von passenden Narrativen für die eigene Kommunikation
- Pragmatische Anleitung für Storytelling
Framing
Frames sind Deutungsrahmen, welche Aufmerksamkeit und Bewertung von Fakten steuern. Im Fokus stehen die wichtigsten Frames sowie ein gezielter Umgang mit Frames, die Klimaschutzmassnahmen behindern.
Ergebnis
- Passende Frames entwickeln und testen
- Sprache konsistent auf Ziel und Zielgruppe ausrichten
- Missverständliche oder kontraproduktive Frames vermeiden
Emotionen in der Klimakommunikation: Nutzen und Risiken
Gefühle wie Sorge, Hoffnung, Stolz oder Wut beeinflussen Motivation. Behandelt werden typische Gefühlslagen, der Umgang mit Überforderung sowie die Verknüpfung von Emotionen mit konkreten Schritten.
Ergebnis
- Emotionen erkennen und verantwortungsvoll ansprechen
- Selbstwirksamkeit stärken statt Alarmismus erzeugen
- Reflektierter Umgang mit Emotionen in der Kommunikation
Desinformation
Falschinformationen und manipulative Argumentationsmuster bremsen Klimaschutz. Gezeigt werden Entstehung, typische Tricks und wirksame Gegenmassnahmen.
Ergebnis
- Desinformation schnell erkennen und einordnen
- Korrekturen präzise, verständlich und respektvoll formulieren
- Vertrauensquellen und Faktenchecks systematisch nutzen
Visuelle Kommunikation
Bilder prägen Wahrnehmung schneller als Worte. Im Mittelpunkt stehen Kriterien für wirksame Visuals, die Nähe schaffen, Relevanz erhöhen und Handlungsspielräume sichtbar machen.
Ergebnis
- Bildsprache definieren, die Botschaften stützt
- Do’s & Don’ts für Fotos und Infografiken kennen
- Visuelle Inhalte geplant und konsistent einsetzen





