Umgang mit Falschinformation
01. Workshopinhalt
Falschinformationen zu Klima und Klimawandel sind allgegenwärtig. Sie tauchen in Gesprächen auf, in sozialen Medien, in Kommentaren und scheinbar gut gemeinten Share-Posts. Diese Desinformationen können dazu führen, dass Unsicherheit, Zweifel oder Skepsis entstehen, Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse untergraben wird und konstruktive Gespräche blockieren.
In diesem Workshop geht es um den professionellen Umgang mit Desinformation und Leugnung. Wir lernen differenzierte Strategien für den Umgang mit Desinformation kennen und erarbeiten Ansätze, wie wir auch in schwierigen Situationen konstruktiv bleiben. Dabei steht nicht nur die Frage im Zentrum, was faktisch stimmt, sondern auch, wie wir Vertrauen stärken und eine gemeinsame Basis für ein Gespräch schaffen.
Ziele des Workshops
- Desinformation und Falschinformationen in Klimagesprächen erkennen und einordnen
- Souverän und konstruktiv reagieren mittels wirksamer Gesprächsstrategien
Was erwartet Teilnehmende
- Verständnis dafür, warum Desinformation wirkt
- Einblicke in zentrale Mechanismen zu Desinformation
- Erkennen typischer Muster und rhetorischer Strategien von Klimadesinformation
- Konkrete Gesprächsstrategien für den Umgang mit Zweifel, Abwehr und Klimaleugnung
- Praxisnahe Strategien für den Umgang mit Desinformation
- Übungen zu realistischen Gesprächssituationen aus Alltag und Beruf
Für wen eignet sich dieser Workshop?
Der Workshop eignet sich für alle, die im Alltag oder im beruflichen Kontext mit Falschinformationen konfrontiert sind und lernen möchten, souverän, konstruktiv und psychologisch fundiert damit umzugehen.
02. Daten zur Durchführung
Datum: 22. April 2026
Dauer: 18:30 – 21:oo
Ort: Online
Kosten: CHF 79.- (15% Frühbucherrabatt bis 31. Januar 2026)
Die Durchführung erfolgt ab 10 Personen.
02. Inhalte
Workshops und Beratungen werden auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Die folgenden Themen sind zentrale Bausteine und können je nach Ziel kombiniert werden.
Psychologie der Klimakrise
Klimathemen werden durch kognitive Verzerrungen und Abwehrmechanismen gefiltert. Psychologische Faktoren, wie psychologische Distanz und Bestätigungsfehler stellen eine Barriere dar. Im Fokus steht, wie solche Mechanismen erkannt und kommunikativ adressiert werden.
Ergebnis
- Typische Denk- und Abwehrmuster identifizieren und einordnen
- Massnahmen zur Überbrücken der Wissens-Verhaltens-Lücke
Zielgruppenanalyse: Werte, Einstellungen und soziale Milieus
Wirksame Kommunikation beginnt mit einem präzisen Bild der Zielgruppe. Analysiert werden psychologische Merkmale der Zielgruppen. Auf der Basis einer Zielgruppenanalyse werden Personas erstellt.
Ergebnis
- Vertieftes Zielgruppenverständnis mit Bedürfnissen, Barrieren und Co-Benefits
- Konkrete Ansatzpunkte für die Kommunikation
Nachhaltiges Handeln fördern
Wissen allein genügt nicht. Entscheidend sind Gewohnheiten, soziale Normen und weitere psychologische Faktoren. Es wird das Vorgehen auf Basis von Behaviour-Change-Ansätzen besprochen.
Ergebnis
- Barrieren und Co-Benefits je Zielgruppe identifizieren
- Erste Schritte in der Gestaltung von Massnahmen
Narrative und Storytelling: Geschichten, die wirken
Narrative geben Sinn und Orientierung. Entwickelt werden Geschichten, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann und ins handeln kommt.
Ergebnis
- Überblick über verschiedene Narrative
- Identifikation von passenden Narrativen für die eigene Kommunikation
- Pragmatische Anleitung für Storytelling
Framing
Frames sind Deutungsrahmen, welche Aufmerksamkeit und Bewertung von Fakten steuern. Im Fokus stehen die wichtigsten Frames sowie ein gezielter Umgang mit Frames, die Klimaschutzmassnahmen behindern.
Ergebnis
- Passende Frames entwickeln und testen
- Sprache konsistent auf Ziel und Zielgruppe ausrichten
- Missverständliche oder kontraproduktive Frames vermeiden
Emotionen in der Klimakommunikation: Nutzen und Risiken
Gefühle wie Sorge, Hoffnung, Stolz oder Wut beeinflussen Motivation. Behandelt werden typische Gefühlslagen, der Umgang mit Überforderung sowie die Verknüpfung von Emotionen mit konkreten Schritten.
Ergebnis
- Emotionen erkennen und verantwortungsvoll ansprechen
- Selbstwirksamkeit stärken statt Alarmismus erzeugen
- Reflektierter Umgang mit Emotionen in der Kommunikation
Desinformation
Falschinformationen und manipulative Argumentationsmuster bremsen Klimaschutz. Gezeigt werden Entstehung, typische Tricks und wirksame Gegenmassnahmen.
Ergebnis
- Desinformation schnell erkennen und einordnen
- Korrekturen präzise, verständlich und respektvoll formulieren
- Vertrauensquellen und Faktenchecks systematisch nutzen
Visuelle Kommunikation
Bilder prägen Wahrnehmung schneller als Worte. Im Mittelpunkt stehen Kriterien für wirksame Visuals, die Nähe schaffen, Relevanz erhöhen und Handlungsspielräume sichtbar machen.
Ergebnis
- Bildsprache definieren, die Botschaften stützt
- Do’s & Don’ts für Fotos und Infografiken kennen
- Visuelle Inhalte geplant und konsistent einsetzen





