Behaviour Change Interventionen
01. Workshopinhalt
Verhaltensänderung ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit: sei es im beruflichen Kontext, in Nachhaltigkeitsprojekten oder im Alltag. Oft wissen wir, was wir tun sollten, aber nicht wie Verhaltensmuster nachhaltig verändert werden können. Dieser Workshop bietet einen praxisorientierten Einstieg in die psychologischen und verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen von Behaviour Change mit dem Ziel, konkrete Ansätze für wirksame Interventionen zur Förderung nachhaltiger Verhaltensweisen zu entwickeln und selbst anzuwenden.
Anstelle reiner Informationsvermittlung arbeiten wir mit evidenzbasierten Modellen, Praxisübungen und Reflexionsformaten, sodass Teilnehmende nach dem Workshop befähigt sind, Barrieren zu erkennen, geeignete Interventionen zu planen und ihre Wirkung zu messen.
Ziele des Workshops
- Psychologische und verhaltenswissenschaftliche Grundlagen des Behaviour Change verstehen
- Wesentliche Mechanismen identifizieren, die Verhalten beeinflussen
- Eigene Praxisbeispiele analysieren und konkrete Massnahmen entwickeln
Was erwartet Teilnehmende
- Einführung in Modelle für Behaviour Change Interventionen
- Analyse von Barrieren und Motiven – „Warum Menschen tun, was sie tun“
- Praktische Tools und Methoden zur Verhaltensdiagnose und Interventionen
- Transfer auf eigene Projekte: Von der Analyse zur Massnahme
- Reflexion und Peer-Feedback in Kleingruppen
Für wen eignet sich dieser Workshop?
Dieser Workshop richtet sich an Personen, die sich im Bereich Umweltschutz, Biodiversität und Klimaschutzmassnahmen engagieren.
02. Daten zur Durchführung
Datum: 9. April 2026
Dauer: 9:00 – 16:00, 1h Mittagspause
Ort: Careum, Mühlemattstrasse 42, 5000 Aarau
Kosten: CHF 460.- (15% Frühbucherrabatt bis 31. Januar 2026)
Die Durchführung erfolgt ab 6 Personen (max. 12 Teilnehmende).
02. Inhalte
Workshops und Beratungen werden auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Die folgenden Themen sind zentrale Bausteine und können je nach Ziel kombiniert werden.
Psychologie der Klimakrise
Klimathemen werden durch kognitive Verzerrungen und Abwehrmechanismen gefiltert. Psychologische Faktoren, wie psychologische Distanz und Bestätigungsfehler stellen eine Barriere dar. Im Fokus steht, wie solche Mechanismen erkannt und kommunikativ adressiert werden.
Ergebnis
- Typische Denk- und Abwehrmuster identifizieren und einordnen
- Massnahmen zur Überbrücken der Wissens-Verhaltens-Lücke
Zielgruppenanalyse: Werte, Einstellungen und soziale Milieus
Wirksame Kommunikation beginnt mit einem präzisen Bild der Zielgruppe. Analysiert werden psychologische Merkmale der Zielgruppen. Auf der Basis einer Zielgruppenanalyse werden Personas erstellt.
Ergebnis
- Vertieftes Zielgruppenverständnis mit Bedürfnissen, Barrieren und Co-Benefits
- Konkrete Ansatzpunkte für die Kommunikation
Nachhaltiges Handeln fördern
Wissen allein genügt nicht. Entscheidend sind Gewohnheiten, soziale Normen und weitere psychologische Faktoren. Es wird das Vorgehen auf Basis von Behaviour-Change-Ansätzen besprochen.
Ergebnis
- Barrieren und Co-Benefits je Zielgruppe identifizieren
- Erste Schritte in der Gestaltung von Massnahmen
Narrative und Storytelling: Geschichten, die wirken
Narrative geben Sinn und Orientierung. Entwickelt werden Geschichten, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann und ins handeln kommt.
Ergebnis
- Überblick über verschiedene Narrative
- Identifikation von passenden Narrativen für die eigene Kommunikation
- Pragmatische Anleitung für Storytelling
Framing
Frames sind Deutungsrahmen, welche Aufmerksamkeit und Bewertung von Fakten steuern. Im Fokus stehen die wichtigsten Frames sowie ein gezielter Umgang mit Frames, die Klimaschutzmassnahmen behindern.
Ergebnis
- Passende Frames entwickeln und testen
- Sprache konsistent auf Ziel und Zielgruppe ausrichten
- Missverständliche oder kontraproduktive Frames vermeiden
Emotionen in der Klimakommunikation: Nutzen und Risiken
Gefühle wie Sorge, Hoffnung, Stolz oder Wut beeinflussen Motivation. Behandelt werden typische Gefühlslagen, der Umgang mit Überforderung sowie die Verknüpfung von Emotionen mit konkreten Schritten.
Ergebnis
- Emotionen erkennen und verantwortungsvoll ansprechen
- Selbstwirksamkeit stärken statt Alarmismus erzeugen
- Reflektierter Umgang mit Emotionen in der Kommunikation
Desinformation
Falschinformationen und manipulative Argumentationsmuster bremsen Klimaschutz. Gezeigt werden Entstehung, typische Tricks und wirksame Gegenmassnahmen.
Ergebnis
- Desinformation schnell erkennen und einordnen
- Korrekturen präzise, verständlich und respektvoll formulieren
- Vertrauensquellen und Faktenchecks systematisch nutzen
Visuelle Kommunikation
Bilder prägen Wahrnehmung schneller als Worte. Im Mittelpunkt stehen Kriterien für wirksame Visuals, die Nähe schaffen, Relevanz erhöhen und Handlungsspielräume sichtbar machen.
Ergebnis
- Bildsprache definieren, die Botschaften stützt
- Do’s & Don’ts für Fotos und Infografiken kennen
- Visuelle Inhalte geplant und konsistent einsetzen





